Der Netzausbau ist eine zentrale Voraussetzung für eine sichere Stromversorgung und eine zukunftsfähige Energieinfrastruktur. Gleichzeitig entstehen bei neuen Hochspannungsleitungen und Umspannwerken vor Ort berechtigte Fragen. Wo kann eine Trasse verlaufen? Welche Auswirkungen hat ein Vorhaben auf Landschaft, Landwirtschaft und Wohnumfeld? Wie können Bürgerinnen und Bürger frühzeitig Hinweise einbringen? Genau an dieser Stelle setzt professionelle Bürgerbeteiligung an. IKOME | Steinbeis Mediation begleitet die TEN Thüringer Energienetze bei der Öffentlichkeitsbeteiligung zum geplanten Netzausbauprojekt in der Region Grabfeld/Römhild und unterstützt den Dialog mit den Menschen vor Ort.
Früher Dialog schafft Akzeptanz
Akzeptanz entsteht nicht erst im Genehmigungsverfahren. Gerade bei Infrastrukturprojekten wie dem Netzausbau ist es entscheidend, frühzeitig Transparenz herzustellen und Gesprächsmöglichkeiten zu schaffen. Das geplante Vorhaben der TEN Thüringer Energienetze befindet sich in einer frühen Phase. Weder der genaue Trassenkorridor noch die technische Ausführung oder der Standort des geplanten Umspannwerkes sind abschließend festgelegt.
Diese frühe Projektphase bietet die Möglichkeit, Bürgerinnen und Bürger bereits vor den formalen Verfahrensschritten einzubeziehen. Für IKOME | Steinbeis Mediation ist genau dieser Zeitpunkt besonders wichtig: Wenn Planung noch offen ist, können Hinweise aus der Region aufgenommen und in die weitere Betrachtung eingebracht werden. So wird Beteiligung zu einem aktiven Bestandteil der Projektentwicklung.
Infomärkte als Format der Bürgerbeteiligung
Für die Öffentlichkeitsbeteiligung zum geplanten Netzausbau wurden Infomärkte als Dialogformat gewählt. Dieses Format ermöglicht einen direkten Austausch zwischen Bürgerschaft, Vorhabenträger und Fachplanung. Anders als bei klassischen Informationsveranstaltungen stehen bei einem Infomarkt einzelne Themenstationen im Mittelpunkt. Besucherinnen und Besucher können sich gezielt informieren und ihre Fragen unmittelbar mit den zuständigen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern besprechen.
IKOME | Steinbeis Mediation organisiert und moderiert diese Infomärkte. Unser Ziel ist es, einen strukturierten und zugleich offenen Rahmen zu schaffen. Die Teilnehmenden sollen den aktuellen Stand des Projektes nachvollziehen können und ausreichend Raum erhalten, um eigene Anliegen einzubringen.
Bei den Infomärkten geht es unter anderem um den geplanten Neubau einer Hochspannungsleitung, um mögliche technische Ausführungen und um das geplante Umspannwerk im Raum Grabfeld/Römhild. Auch Fragen zu Freileitungen, Erdkabeln, Grundstücken und Auswirkungen auf die Nutzung von Flächen werden im Gespräch aufgegriffen.
Lokales Wissen in die Planung einbeziehen
Bürgerbeteiligung beim Netzausbau bedeutet mehr als reine Information. Menschen vor Ort verfügen über Wissen, das für die weitere Planung wertvoll sein kann. Sie kennen besondere Landschaftsräume, sensible Flächen und örtliche Gegebenheiten oft sehr genau. Dieses Wissen kann helfen, mögliche Konflikte frühzeitig zu erkennen und die nächsten Planungsschritte besser einzuordnen.
Die Bürgerinnen und Bürger werden deshalb ausdrücklich eingeladen, ihre Hinweise einzubringen. Dazu können Informationen zu schützenswerten Bereichen, zu örtlichen Besonderheiten oder zu konkreten Fragen der Trassenfindung gehören. Für IKOME | Steinbeis Mediation ist dieser Austausch ein wesentlicher Bestandteil einer wirksamen Akzeptanzkommunikation.
Verständliche Kommunikation bei komplexen Infrastrukturprojekten
Netzausbau ist technisch anspruchsvoll. Gerade deshalb braucht es eine Kommunikation, die verständlich bleibt und unterschiedliche Wissensstände berücksichtigt. Bürgerinnen und Bürger müssen nachvollziehen können, warum ein Vorhaben geplant wird, welche Schritte folgen und welche Fragen zum jeweiligen Zeitpunkt bereits beantwortet werden können.
In den Infomärkten wird deutlich zwischen gesicherten Informationen und offenen Planungsfragen unterschieden. Diese Klarheit ist wichtig, weil sie unrealistische Erwartungen vermeidet und Vertrauen in den Prozess stärkt. Wo noch keine abschließenden Entscheidungen getroffen wurden, wird dies transparent benannt. Wo Fachinformationen vorliegen, werden sie verständlich erläutert.
Die Rolle von IKOME | Steinbeis Mediation
IKOME | Steinbeis Mediation begleitet Beteiligungsprozesse an der Schnittstelle von Projektentwicklung, Kommunikation und Konfliktbearbeitung. Beim geplanten Netzausbau in der Region Grabfeld/Römhild unterstützen wir die TEN Thüringer Energienetze bei der Konzeption, Organisation und Moderation der Infomärkte.
Dabei verstehen wir Bürgerbeteiligung als strukturierten Dialog. Es geht darum, Informationen zugänglich zu machen und gleichzeitig die Perspektiven der Menschen vor Ort ernst zu nehmen. Gerade bei Infrastrukturprojekten kann eine professionelle Beteiligung dazu beitragen, Konfliktpotenziale frühzeitig sichtbar zu machen und den weiteren Prozess sachlich zu begleiten.
Bürgerbeteiligung als Beitrag zur Akzeptanz
Die Infomärkte in der Region Grabfeld/Römhild zeigen, wie frühzeitige Bürgerbeteiligung beim Netzausbau praktisch umgesetzt werden kann. Sie schaffen einen Rahmen, in dem Fragen gestellt, Hinweise aufgenommen und Planungsstände transparent erläutert werden können.
Für IKOME | Steinbeis Mediation ist dieser Ansatz ein zentraler Bestandteil gelingender Akzeptanzkommunikation. Infrastrukturprojekte brauchen fachliche Planung und sie brauchen einen Dialog, der die Menschen vor Ort ernst nimmt. Infomärkte können dafür ein wirksames Format sein, weil sie Nähe zum Projekt schaffen und den Austausch auf Augenhöhe ermöglichen.
Akzeptanzkommunikation bei Energie- und Infrastrukturprojekten weiterdenken
Die Erfahrungen aus Beteiligungsprozessen im Netzausbau, bei Energieprojekten und in kommunalen Infrastrukturvorhaben zeigen, wie wichtig ein professioneller Austausch über Bürgerbeteiligung und Öffentlichkeitskommunikation ist. Deshalb hat IKOME | Steinbeis Mediation die Arbeitsgemeinschaft Akzeptanzkommunikation ins Leben gerufen.
Die AG Akzeptanzkommunikation richtet sich an Fach- und Führungskräfte, die Beteiligungsprozesse gestalten, Infrastrukturprojekte kommunikativ begleiten oder Akzeptanzfragen in der Projektentwicklung bearbeiten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie dialogorientierte Öffentlichkeitsbeteiligung so gestaltet werden kann, dass Konflikte frühzeitig erkannt und Prozesse verständlich begleitet werden.
Das nächste Treffen der Arbeitsgemeinschaft Akzeptanzkommunikation bei Energie- und Infrastrukturprojekten findet am 06. und 07. Oktober 2026 in Leipzig statt. Interessierte können sich über die Anmeldeseite von IKOME zur AG Akzeptanzkommunikation anmelden.
Zur Anmeldung: Arbeitsgemeinschaft Akzeptanzkommunikation bei Energie- und Infrastrukturprojekten
Weiterführender Presseartikel
Ein begleitender Presseartikel gibt Einblick in den Infomarkt in Milz und beschreibt den Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern vor Ort.
Zum Presseartikel: https://www.insuedthueringen.de/inhalt.energie-fuers-grabfeld-netzausbau-ist-ueberfaellig.405d34d3-6565-4218-8c98-7eca13a22784.html
