Unternehmen blenden betriebswirtschaftliche Konfliktkosten bei Energie-Infrastrukturprojekten systematisch aus

Unternehmen blenden die betriebswirtschaftlichen Konfliktkosten bei Energie-Infrastrukturprojekten systematisch aus. „Konflikte haben einen Preis. Das wissen wir alle irgendwie. Doch wir handeln so, als fallen die Kosten nicht ins Gewicht“, betont Prof. Dr. Gernot Barth, Leiter IKOME | Steinbeis Mediation. Die Folgen seien fatal. „Das fehlende Kostenbewusstsein kann zu enormen wirtschaftlichen Schäden führen. Dies gilt vor allem dann, wenn Konflikte eskalieren.“

Konfliktkosten sind vielfältig
 

Nach Beobachtungen von Gernot Barth sind die Geschäftsschäden durch die Verharmlosung der Konfliktkosten bei Vorhaben vielfältig. Zu unterscheiden sei zwischen externen und internen Kosten.

Externe Konfliktkosten bei Energie-Infrastrukturprojekten:

  • Konflikte führen zur Verzögerung, Verteuerung oder Verhinderung von Vorhaben.
  • Konflikte schaden dem Image und der Reputation bei Kunden, Konzessionsgebern, Gesellschaftern, Geschäftspartnern und Mitarbeitern.
     

Interne Konfliktkosten bei Energie-Infrastrukturprojekten:

  • Konflikte verursachen Zeitaufwand.
  • Konflikte beeinträchtigen die Motivation.
  • Konflikte behindern die Zusammenarbeit und den Austausch von Ideen.
  • Konflikte führen zu gesundheitlichen Belastungen.
  • Konflikte ziehen Fehlzeiten und Kündigungen nach sich.


Gernot Barth rät Unternehmen bei der Planung von Energie-Infrastrukturprojekten deshalb dringend, die Kosten für Konflikte als betriebswirtschaftlich relevanten Faktor zu begreifen. „Wer diese Kosten systematisch betrachtet, erkennt schnell, dass eine professionelle Konfliktanalyse und ein frühzeitiges Konfliktmanagement nicht als Zusatzaufwand, sondern als Investition zu verstehen sind.“

Konfliktkosten sind beeinflussbar
 

Nach Auffassung von Gernot Barth sind die Konfliktkosten bei Energie-Infrastrukturprojekten kein Schicksal, sondern eine beeinflussbare Größe. Wesentlicher Bestandteil eines zeitgemäßen Konfliktmanagements sei eine kluge Akzeptanzkommunikation, die das Vertrauen innerhalb und außerhalb des Unternehmens fördere. Sie zeichne sich durch transparente Verfahren aus, die die Lösung von Konflikten voranbringen. So ließen sich Aufwände spürbar senken.

Nach Einstufung von Gernot Barth ist der Zeitfaktor der entscheidende Hebel für die Eindämmung von Konfliktkosten bei Energie-Infrastrukturprojekten. „In frühen Phasen können Konflikte leicht geklärt werden. Sobald sie jedoch eskalieren, verfestigen sich Positionen, dominieren Emotionen das Geschehen und die Kosten steigen exponentiell.

Gernot Barth weist abschließend warnend darauf hin, dass sich die Verdrängung von Konfliktkosten keineswegs auf Unternehmen und Energie-Infrastrukturprojekte beschränke, sondern im Grundsatz für alle Organisationen gelte, die öffentliche Vorhaben planten. „Wir können hier mit Fug und Recht von einem Organisationsversagen sprechen, das sträflich vernachlässigt wird.“ Mit Blick auf die Umsetzung von Vorhaben im Rahmen des von Bund und Ländern verabschiedeten Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität bestehe hier dringender Handlungsbedarf.

Konfliktkosten Thema bei Berliner Energietagen 2026


Gernot Barth hält bei den Berliner Energietagen am 16. April 2026 von 10:30 bis 12:00 Uhr einen Online-Vortrag zum Thema „Konflikte kosten – Warum Akzeptanzkommunikation bei 
Energie-Infrastrukturprojekten so wichtig ist“. Eine kostenfreie Anmeldung ist über die Webseite der Berliner Energietage möglich.

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