Information für Bürgerinnen und Bürger

Verbesserung der elektrischen Versorgungssituation im Raum Römhild / Grabfeld

Gemeinsam für ein zukunftsfähiges Stromnetz in Südthüringen

Die Energieversorgung im Raum Grabfeld und Römhild soll zukunftssicher aufgestellt werden. Dafür ist der Bau eines neuen Umspannwerkes sowie einer neuen 110-kV Stromleitung mit einer Länge von ca. 40 Kilometern geplant. Die bestehenden Mittelspannungsnetze stoßen schon seit Langem an ihre Grenzen. Mit dem geplanten Ausbau sollen die Grundlagen für die wirtschaftliche Entwicklung der Region, Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung geschaffen werden. Die Trassenplanung erfolgt dabei unter besonderer Berücksichtigung von Menschen und Natur, indem Siedlungen, Schutzgebiete und Wälder möglichst umgangen werden.

Die Öffentlichkeit wird in den Bau dieser neuen Hochspannungsleitung und des Umspannwerkes einbezogen.

Wir setzen auf einen frühestmöglichen und transparenten Beteiligungsprozess. Dazu gehört die frühzeitige Einbindung der betroffenen Gemeinden, der offene Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern sowie die Abstimmung mit kommunalen und öffentlichen Akteuren.

Gemeinsam soll eine Lösung entstehen, die nicht nur genehmigungsfähig, sondern auch gesellschaftlich tragfähig ist. Dieses Leitungsprojekt ist mehr als ein technisches Vorhaben, es ist ein Baustein für die Zukunft Südthüringens. Wir wollen zeigen, dass Energiewende, Naturschutz und wirtschaftliche Entwicklung nicht im Widerspruch zueinanderstehen, wenn man sie gemeinsam gestaltet.

Auf dieser Seite finden Sie alle wichtigen Informationen zum Projekt; wie etwa den aktuellen Stand der Planungen, Hinweise zu Veranstaltungen und Beteiligungsmöglichkeiten sowie Antworten auf häufige Fragen.

Aktuelle Meldungen

TEN Thüringer Energienetze lädt Bürger zu Infomärkten in Grabfeld und Römhild am 19. und 20. Mai 2026 zum geplanten Netzausbau in der Region ein.

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TEN Thüringer Energienetze setzt auf frühzeitige und transparente Öffentlichkeitsbeteiligung

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Status des Vorhabens

  • 2025 - Vorbereitungs- und frühe Planungsphase
  • Q3 2025 - Beginn früher Offentlichkeitsbeteiligung
  • Bis Mitte 2026 – Scoping-Unterlagen
  • bis Q3 2027 – Raumordnungsunterlagen
  • bis Q3 2028 – Raumordnungsverfahren
  • 2029 – Technische Planung
  • 2031 – Planfeststellungsbeschluss, frühestmöglicher Baubeginn
  • 2033 – frühestmögliche Inbetriebnahme

Informationen zum Vorhaben

Die Elektroenergieversorgung rund um den Raum Grabfeld und Römhild muss neu bewertet bzw. zukunftssicher aufgestellt werden. Gründe hierfür sind zum einen die positive Entwicklung zu einem bedeutenden Wirtschaftsstandort in Südthüringen, hier ist bspw. das Industriegebiet Thüringer Tor (ITT) zu nennen, sowie als zweites Kriterium eine deutliche Steigerung der vor Ort erzeugten Elektroenergie vor allem aus privaten Photovoltaik-Anlagen in der Region. Das bestehende Mittelspannungsnetz zwischen den Umspannwerken Grimmenthal und Simmershausen wurde entsprechend dem NOVA-Prinzip (Netzoptimierung vor Netzausbau) stetig optimiert, jedoch ist es auf Grund der vorherrschenden Leitungslängen und den sich daraus ergebenden Netzverlusten heute nicht mehr in der Lage, zusätzliche Leistungen zu den neuen Lastschwerpunkten effektiv zu übertragen.

Fazit: Die Mittelspannungsnetze stoßen an ihre Grenzen.

Abhilfe soll jetzt der Neubau eines neuen 110-/20-kV-Umspannwerkes im Raum Römhild / Grabfeld und einer damit verbundenen neuen 110-kV-Stromleitung schaffen. Ausgehend von den vorhandenen 110-kV-Umspannwerken Grimmenthal und Simmershausen soll das neue Umspannwerk über neue 110-kV-Anschlussleitungen in das Energieversorgungsnetz der TEN integriert werden.

Mit dem geplanten Stromnetzausbau sollen die weiteren Grundlagen für wirtschaftliche Entwicklung, elektrische Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung der Region gelegt werden. Die Trassenplanung soll dabei unter besonderer Berücksichtigung von Mensch und Natur stattfinden. Beeinträchtigungen von Siedlungen und Schutzgebieten sowie eine Inanspruchnahme von Grund und Boden sollen möglichst minimiert werden.

Die Öffentlichkeit wird hierbei von der TEN in das Planungsverfahren einbezogen. Wir setzen deshalb auf einen frühestmöglichen und transparenten Beteiligungsprozess. Dazu gehört die Einbindung der betroffenen Gemeinden, der offene Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern sowie die Abstimmung mit kommunalen und öffentlichen Akteuren bereits vor Verfahrensbeginn.

Unser Ziel: Gemeinsam soll eine Lösung entstehen, die nicht nur genehmigungsfähig, sondern auch gesellschaftlich tragfähig ist.

Dieses Netzausbau-Projekt ist mehr als ein technisches Vorhaben – es ist ein Baustein für die weitere Zukunft Südthüringens. Wir wollen zeigen, dass Energiewende, Naturschutz und wirtschaftliche Entwicklung nicht im Widerspruch zueinanderstehen, sondern dass man diese gemeinsam gestalten kann.

 

Das Planungsvorhaben steht ganz am Anfang. Bislang stehen weder der genaue Trassenkorridor noch die konkrete technische Lösung fest. Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens werden verschiedene Trassenvarianten geprüft.

Die derzeitige Planung geht von einer Trassenlänge von rund 40km aus. Die aktuelle Grobtrassierung sieht vor, optisch unauffällige Masten zu verwenden. Sie werden voraussichtlich eine Höhe von 27 Metern haben und zur optischen Anpassung an die Umgebung in Grün gestrichen sein. (Stand 06/2025)

Bevor eine neue Stromtrasse gebaut wird, schauen Fachleute sich verschiedene Möglichkeiten an, wo sie verlaufen könnte. Diese erste Planung nennt man Grobtrassierung. Dabei wird auch geprüft, welche Gebiete für Mensch und Natur besonders wichtig und schützenswert sind. 

Im nächsten Schritt startet das Raumordnungsverfahren, zuständige Behörde ist das Referat 224 (Raumordnung, Bauleitplanung) des Thüringer Landesverwaltungsamtes in Weimar. Das Referat wägt die möglichen Trassenverläufe genau ab und prüft, welche der Varianten am raumverträglichsten ist. Diese Abwägung basiert auf einem öffentlichen Beteiligungsverfahren, das heißt, alle betroffenen Bürger können sich am Verfahren beteiligen.

Sobald die Behörde entschieden hat, welche Variante bevorzugt wird (der sogenannte Vorzugskorridor), beginnt die genaue technische Planung. Hierbei wird festgelegt, wo die Leitung letztendlich genau verlaufen soll. Diesen Plannungsschritt nennt man Feintrassierung.

Ist die Feintrassierung abgeschlossen, beginnt das sogeannte Planfeststellungsverfahren. Zuständige Behörde ist wiederrum das Thüringer Landesverwaltungsamt in Weimar, diesmal jedoch das Referat 225 (Planfeststellungsverfahren für Verkehrsmaßnahmen). Auch das Planfeststellungsverfahren ist ein öffentliches Verfahren, Betroffene können zum Plan Stellung nehmen. Nach Eingang aller Stellungnahmen sowie einer anschließenden Erörterung (mündliche Verhandlung) entscheidet die Behörde über die Zulässigkeit des Bauvorhabens. Diese Entscheidung heißt Planfeststellungsbeschluss. Erst nach Erteilung eines positiven Bescheides darf mit dem Bau der Stromleitungen begonnen werden.

Status der Öffentlichkeitsbeteiligung

  • 2025 – erste Gespräche mit kommunalen Vertretern, Vorbereitung der Öffentlichkeitsbeteiligung
  • Januar 2026 – Info-Märkte für Kommunalvertreter
  • Mai 2026 – Info-Märkte für Bürgerinnen und Bürger
  • ab Q2 2026 – fortlaufender Dialog, weitere Informations- und Beteiligungsformate nach Bedarf
  • ab Bauphase – Baubegleitende Kommunikation
  • zum Abschluss – Review/Abschlussveranstaltung, Evaluation

Regelmäßig gestellte Fragen zum Vorhaben

Kommen Sie mit Ihren Fragen zum Ausbau des Hochstpannungsnetzes im Raum Grabfeld/Römhild gerne jederzeit auf uns zu. Einige besonders häufig gestellte Fragen beantworten wir bereits hier.

zu den FAQs

Ansprechpartner für Sie

Öffentlichkeitsbeteiligung und Projektkommunikation

IKOME | Steinbeis Mediation
Jonathan Barth
T: 0341 / 261 80 444
M: jonathan.barth(at)steinbeis-mediation.com

Projektleiter 
Planung und Bau HS-Leitungen

TEN Thüringer Energienetze GmbH & Co. KG
Steffen Liening
T: 0361 / 65 22 671
M: steffen.liening(at)thueringer-energienetze.com

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