Information für Bürgerinnen und Bürger
Die Elektroenergieversorgung rund um den Raum Grabfeld und Römhild muss neu bewertet bzw. zukunftssicher aufgestellt werden. Gründe hierfür sind zum einen die positive Entwicklung zu einem bedeutenden Wirtschaftsstandort in Südthüringen, hier ist bspw. das Industriegebiet Thüringer Tor (ITT) zu nennen, sowie als zweites Kriterium eine deutliche Steigerung der vor Ort erzeugten Elektroenergie vor allem aus privaten Photovoltaik-Anlagen in der Region. Das bestehende Mittelspannungsnetz zwischen den Umspannwerken Grimmenthal und Simmershausen wurde entsprechend dem NOVA-Prinzip (Netzoptimierung vor Netzausbau) stetig optimiert, jedoch ist es auf Grund der vorherrschenden Leitungslängen und den sich daraus ergebenden Netzverlusten heute nicht mehr in der Lage, zusätzliche Leistungen zu den neuen Lastschwerpunkten effektiv zu übertragen.
Fazit: Die Mittelspannungsnetze stoßen an ihre Grenzen.
Abhilfe soll jetzt der Neubau eines neuen 110-/20-kV-Umspannwerkes im Raum Römhild / Grabfeld und einer damit verbundenen neuen 110-kV-Stromleitung schaffen. Ausgehend von den vorhandenen 110-kV-Umspannwerken Grimmenthal und Simmershausen soll das neue Umspannwerk über neue 110-kV-Anschlussleitungen in das Energieversorgungsnetz der TEN integriert werden.
Mit dem geplanten Stromnetzausbau sollen die weiteren Grundlagen für wirtschaftliche Entwicklung, elektrische Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung der Region gelegt werden. Die Trassenplanung soll dabei unter besonderer Berücksichtigung von Mensch und Natur stattfinden. Beeinträchtigungen von Siedlungen und Schutzgebieten sowie eine Inanspruchnahme von Grund und Boden sollen möglichst minimiert werden.
Die Öffentlichkeit wird hierbei von der TEN in das Planungsverfahren einbezogen. Wir setzen deshalb auf einen frühestmöglichen und transparenten Beteiligungsprozess. Dazu gehört die Einbindung der betroffenen Gemeinden, der offene Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern sowie die Abstimmung mit kommunalen und öffentlichen Akteuren bereits vor Verfahrensbeginn.
Unser Ziel: Gemeinsam soll eine Lösung entstehen, die nicht nur genehmigungsfähig, sondern auch gesellschaftlich tragfähig ist.
Dieses Netzausbau-Projekt ist mehr als ein technisches Vorhaben – es ist ein Baustein für die weitere Zukunft Südthüringens. Wir wollen zeigen, dass Energiewende, Naturschutz und wirtschaftliche Entwicklung nicht im Widerspruch zueinanderstehen, sondern dass man diese gemeinsam gestalten kann.
Auf dieser Seite finden Sie alle wichtigen und aktuellen Informationen zum Projekt wie den aktuellen Stand der Planungen, Hinweise zu Veranstaltungen und Beteiligungsmöglichkeiten und Antworten auf häufige Fragen.
Die TEN Thüringer Energienetze GmbH & Co. KG plant den Neubau einer 110-kV-Hochspannungsleitung und eines Umspannwerkes in den Landkreisen Schmalkalden-Meiningen und Hildburghausen.
Ziel des Vorhabens ist insbesondere die Anbindung des Industriegebiets Thüringer Tor an das Hochspannungsnetz, um auch in Zukunft die Versorgungs- und Netzsicherheit sicherzustellen, die wirtschaftliche Standortattraktivität zu stärken und die regionale Wertschöpfung zu erhöhen.
Mit diesem Netzausbau wird zugleich das Verteilnetz für die Zukunft vorbereitet, um mehr Strom aus erneuerbaren Energien einspeisen und transportieren zu können.
Das Planungsvorhaben steht ganz am Anfang. Bislang stehen weder der genaue Trassenkorridor noch die konkrete technische Lösung fest. Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens werden verschiedene Trassenvarianten geprüft.
Die derzeitige Planung geht von einer Trassenlänge von rund 40km aus. Die aktuelle Grobtrassierung sieht vor, optisch unauffällige Masten zu verwenden. Sie werden voraussichtlich eine Höhe von 27 Metern haben und zur optischen Anpassung an die Umgebung in Grün gestrichen sein. (Stand 06/2025)
Bevor eine neue Stromtrasse gebaut wird, schauen Fachleute sich verschiedene Möglichkeiten an, wo sie verlaufen könnte. Diese erste Planung nennt man Grobtrassierung. Dabei wird auch geprüft, welche Gebiete für Mensch und Natur besonders wichtig und schützenswert sind.
Im nächsten Schritt startet das offizielle Genehmigungsverfahren. Das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz schaut sich die möglichen Trassenverläufe genau an und prüft, welche der Varianten am besten geeignet ist.
Sobald entschieden ist, welche Trasse bevorzugt wird (der sogenannte Vorzugskorridor), beginnt eine genauere Planung. Jetzt wird festgelegt, wo die Leitung genau verlaufen soll. Das nennt man Feintrassierung.
Wenn diese genaue Planung abgeschlossen ist, kann die Behörde den Bau offiziell freigeben. Diese Erlaubnis heißt Planfeststellungsbeschluss. Erst danach darf mit dem Bau begonnen werden.
Kommen Sie mit Ihren Fragen zum Ausbau des Hochstpannungsnetzes im Raum Grabfeld/Römhild gerne jederzeit auf uns zu. Einige besonders häufig gestellte Fragen beantworten wir bereits hier.
Öffentlichkeitsbeteiligung und Projektkommunikation
IKOME | Steinbeis Mediation
Jonathan Barth
T: 0341 / 261 80 444
M: jonathan.barth(at)steinbeis-mediation.com
Projektleiter der TEN Thüringer
Energienetze GmbH & Co. KG
Steffen Liening
T: 0361 / 65 22 671
M: steffen.liening(at)thueringer-energienetze.com
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